MONOS – Ein partizipatives Kunstprojekt zum Thema Einsamkeit
MONOS (griechisch: allein) ist ein partizipatives soziokulturelles Kunstprojekt der Initiative „Ich bin ein Gastarbeiterkind“ in Kooperation mit der Griechischen Gemeinde Köln und dem POP e.V. Mit Unterstützung des Fonds Soziokultur beschäftigt sich das Projekt mit den Themen Einsamkeit, Zugehörigkeit und Begegnung.
Ab September finden in der Griechischen Gemeinde Köln wöchentliche Treffen am Sonntagnachmittag statt. Die Treffen schaffen einen offenen Raum für Begegnung, Austausch und gemeinsames kreatives Arbeiten. Neben Gesprächen und dem Teilen persönlicher Erfahrungen werden verschiedene künstlerische Angebote wie Malerei, kreative Gestaltung und weitere Workshops stattfinden. Das Projekt richtet sich insbesondere an Menschen der griechischen Community, ältere Menschen, neu
Zugewanderte sowie alle Interessierten, die Lust auf Austausch und gemeinsames Gestalten haben. Ziel ist es, Menschen zusammenzubringen, neue Verbindungen entstehen zu lassen und Erfahrungen sichtbar zu machen, die oft im Verborgenen bleiben.
Die persönlichen Geschichten, Erinnerungen und Erfahrungen der Teilnehmenden bilden die Grundlage für eine abschließende Performance, die voraussichtlich Ende November oder Anfang Dezember in der Griechischen Gemeinde Köln präsentiert wird. Die Performance wird von Elissavet Hasse inszeniert und gemeinsam mit Menschen aus der Community sowie weiteren Interessierten entwickelt, die einen Teil ihrer eigenen Lebensgeschichte zum Thema Einsamkeit und Verbundenheit einbringen möchten.
MONOS möchte Einsamkeit enttabuisieren und zeigen, wie Kunst und persönliche Begegnung neue Räume für Gemeinschaft, Teilhabe und gegenseitiges Verständnis schaffen können.
Projekte
MUTTER SPRICH, KÖLN, 16.12.25
Mutter, sprich
Konzept, Text & Regie: Elissavet Hasse
Dauer: ca. 55 Minuten
Mitwirkende: Schauspielerin Shermin Bauer
Ort: Horizont Theater in Köln
Aufführungszeitraum: 16. und 17. Dezember 2025 um 19:00 Uhr
Inhaltliche Skizze:Mutter sprich ist ein Monolog von Elissavet Hasse, gespielt von der Schauspielerin Sherim Bauer. Inspiriert von autobiografischen Erfahrungen zeichnet das Stück ein schonungslos komisches und zugleich berührendes Bild einer Mutter-Tochter-Beziehung im Wandel. Zwischen bissigem Humor und schmerzhaften Erinnerungen entfaltet sich die Geschichte einer Mutter in Nordgriechenland, die einsam zurückbleibt, und einer Tochter, die im Ausland lebt und mit der Last von Erwartungen, Vorwürfen und unausgesprochenen Sehnsüchten ringt.
MEIN VATER JAKOB , ATHEN 13.11.25
Das Monodrama basiert auf der Geschichte der Tochter des berühmten griechischen Schriftstellers Iakovos Kambanellis, der als junger Mann 2,5 Jahre im Konzentrationslager Mauthausen interniert war. Trotz der schrecklichen Erlebnisse sprach er nur ungern mit seiner Familie über diese Zeit. Sein Schweigen symbolisiert die Erfahrungen vieler Kinder und Enkelkinder von Überlebenden des Zweiten Weltkriegs und des Holocausts, die erst nach dem Tod ihrer Eltern oder Großeltern durch Medien oder andere Quellen von deren Erlebnissen erfahren haben.
ICH BIN EIN GASTARBEITERKIND, KÖLN 09.06.24
WIEDER KIND WERDEN, KÖLN 09.03.24
Das Theaterprojekt „Wieder Kind werden“ ist die Fortsetzung der langjährigen Kunstreihe „Rote Utopie“, die seit 2011 das Leben von Künstler*innen aus dem ehemaligen Ostblock thematisiert. In dieser neuen Produktion erzählen wir die bewegende Geschichte zweier ukrainischer Flüchtlingsfrauen, Antonina Bashkina, die Mutter, und Kateryna Nazemsteva, die Tochter. Beide Schauspielerinnen spielen größtenteils ihre eigenen Erfahrungen und bringen die kontinuierliche künstlerische Reise unserer „Rote Utopie“-Reihe zum Ausdruck.
Mein Nachbar Mo (Hammed) Theateraufführung
Der Titel verrät einiges über die Diskrepanz der persönlichen Assoziation, die wir mit dem Namen Mo oder Mohammed haben. Mo scheint ein hipper junger Mensch zu sein, der ein Piercing trägt, linksorientiert ist, sich vegan ernährt und aktivistisch engagiert ist. Bei Mohammed dagegen ist die Assoziation eine andere: „ein Araber“. Ja, was macht das mit mir, mit uns? Welche Bilder, Gedanken oder Vorurteile gehen uns dabei durch den Kopf? Was ist das überhaupt für ein Mensch, fragen wir uns das oder schieben wir Mohammed in eine Schublade?
12. und 13. Oktober in Niehler Freiheit um 20:00 Uhr. Eintritt frei, Spenden erwünscht.
MEINE OMA, KÖLN, 26.12.2022
Meine Oma
Das Theaterstück versteht sich als Fortsetzung der Kunstreihe „Rote Utopie“, die sich mit erlebten und erzählten Geschichten aus der Zeit der Sowjet Union Ära befasst.
Drei Protagonistinnen, drei Schwestern, spielen, teils faktisch rekonstruiert, teils fiktiv, die Geschichte ihrer Oma innerhalb von vier Szenen. Ukrainische Volkslieder, ergänzen dramaturgisch diese Szenen. Sie werden zur Metapher für Unbewusstes, Wachstum und Wachstumsrhythmen. Jeder Szene folgt im Anschluss ein Dreiecks Gespräch, in dem innere Stimmen Raum finden und Interessenskonflikte sichtbar werden.
Termin : Am 30. Juni 2023 um 20:00 Uhr, in Kulturbunker Köln-Müllheim
Ein wunderbar rohes und intimes Kammerstück über die Geschwisterliebe und deren Zusammenhalt.
Zehn Monate nach Kriegsausbruch begegnet sich die drei Schwestern in Köln wieder. Die aufgestaute Sehnsucht nach Normalität entlädt sich gleich zu Beginn des Weihnachtsfestes.
Die schmerzhafte Geschwisterbeziehungen kommen immer wieder hoch. Die inszenierte Vertrautheit lässt die fast vergessene gemeinsame Kindheitserfahrungen wieder aufleben.
Die Großmutter, inspiriert von der Biografie der bekannten ukrainischen Opernsängerin Solomia Krushelnytska (1872 – 1952), die dieses Jahr 150 jährliches Jubiläum feiert, spielt für die dreier Beziehung einer entscheidenden Rolle. Wer von der drei Schwester war das Lieblingsenkelkind, oder wer hat die meisten Ähnlichkeiten, sind Fragen, die die drei Geschwister beschäftigen.
Die verlorene kulturelle Identität und Zugehörigkeit ist die zentrale Thematik. Das Stück ist teils fiktiv und teils biografisch.
Elissavet Hasse, die die Kunstreihe Rote Utopie im Jahr 2011 ins Leben gerufen hat, ist für Stück und Regie verantwortlich.
ITHAKA, KÖLN, 28.10.22
ITHAKA, MUSIKPERFORMANCE, PREMIERE AM 28.10.22 IM KUNSTHAFEN RHENANIA, KÖLN
Die Grundlage unserer Theater-Musik-Performance ist die Geschichte von Odysseus, der König von Ithaka aus der griechischen Mythologie, und seine Reise nach Ithaka, eine lange Reise, voller Abenteuer und Erkenntnissen.
Menschen, die auf der Flucht waren und auch eine lange Reise hinter sich haben, werden ihre Geschichte mittels Musik und Performance erzählen. Jeder verfügt über individuelle Lebenserfahrungen und Fähigkeiten, diese einzuschätzen und zu nutzen. Es geht um neue Lebenswege, um neue Heimaten, um neue Perspektiven und um neues Glück.
Musik-Theater-Projekt. Die Grundlage unserer Theater-Musik-Performance ist die Geschichte von Odysseus, der König von Ithaka aus der griechischen Mythologie, und seine Reise nach Ithaka, eine lange Reise, voller Abenteuer und Erkenntnissen.
Menschen, die auf der Flucht waren und auch eine lange Reise hinter sich haben, werden ihre Geschichte mittels Musik und Performance erzählen. Jeder verfügt über individuelle Lebenserfahrungen und Fähigkeiten, diese einzuschätzen und zu nutzen. Es geht um neue Lebenswege, um neue Heimaten, um neue Perspektiven und um neues Glück.
Das Stück wird auf autobiografischen Geschichten basieren und nach intensiven Gesprächen mit den Teilnehmenden erstellt. Die Proben werden durch Musiker*innen begleitet, die eine potentiell ähnliche Geschichte mitbringen.
Zentral wird uns die Frage beschäftigen, welche Bedeutung das Thema Ankommen für die einzelnen Künstler*innen hat und wie sich die Begriffe Abenteuer, Verantwortung, Sehnsucht und Begegnungen auf kreative Art und Weise und performativ aushandeln lassen.
ICH BIN EIN GASTARBEITERKIND, KÖLN, 29.10.20
Eine Initiative zum Thema Post-Migration
Die Initiative „Ich bin ein Gastarbeiterkind“ ist ein interdisziplinärer Zusammenschluss von Künstlerinnen, Kulturschaffenden und Menschen mit eigener postmigrantischer Biografie. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen Themen wie Migration, Erinnerungskultur, Zugehörigkeit, Identität und gesellschaftliche Teilhabe.
Die Initiative entwickelt künstlerische und partizipative Formate an der Schnittstelle von Theater, Performance, dokumentarischer Arbeit und sozialem Dialog. Ausgangspunkt ist die Auseinandersetzung mit individuellen Lebensgeschichten, die in kollektive künstlerische Prozesse übersetzt werden.
Bekannt wurde die Initiative insbesondere durch das gleichnamige Projekt „Ich bin ein Gastarbeiterkind“, eine performative Ausstellung und Bühnenarbeit über Kindheitserinnerungen, transgenerationale Erfahrungen und die sozialen Wunden von Menschen mit familiärer Migrationsgeschichte. In verschiedenen künstlerischen Formaten – darunter Live-Performances, Installationen, Projektionen und Gesprächsräume – wurden verdrängte Wahrheiten und biografische Erfahrungen sichtbar gemacht.
Die Initiative arbeitet projektbezogen und vernetzt, in Kooperation mit Kulturorten, Communities und lokalen Partnern. Zielgruppen sind insbesondere Menschen mit Migrationsgeschichte, generationsübergreifende Gruppen sowie ein breites kulturinteressiertes Publikum.
Weitere Projekte:
HANS, ATHEN, 2017
DEINE GESCHICHTE, THESSALONIKI, 2015
AGONIA, KÖLN, 2013
Elissavet Hasse
Inkognito II, Köln 2011
Über mich
Elissavet Tsoleridou Hasse wurde in Veria, Griechenland geboren und aufgewachsen.
In Köln lebend arbeitet sie als künstlerische Leiterin und Theaterregisseurin diverser Theater- und Tanztheaterproduktionen. Überdies initiiert und realisiert sie zahlreiche Kunstprojekte. „Mein Nachbar Mo(hammed) Monolog 23, „Meine Oma“ Ukrainisches Theaterstück 22, „Ithaka“ ein Musik-Theater-Projekt 2022, „Ich bin Safak“, ein Theaterperformance 2022, „Hast du weisse Freunde“, ein Tanzvideoprojekt, wurde in Köln, Leverkusen und Horrem im 2021 realisiert. Das Projekt mit dem Titel „Ich bin ein Gastarbeiterkind“ feiert am 22.10.20 Premiere in Köln. „Hans, mitten in einem das Viele“ hat in Athen, 2017, Uraufführung und in Köln, 2019 Premiere gefeiert.
Zu ihren Projekten zählen die Reihe „Rote Utopie“ (Teil I im Alten Wartesaal am Hauptbahnhof Köln, 2011; Teil II in der Bühne der Kulturen, Köln, 2012; Teil II im Kunsthaus Rhenania in Köln, 2013) „Inkognito“ (2010, Museumsquartier am Neumarkt Köln) und Inkognito II (2011 im Sancta Clara Keller). Im Auftrag von Nichtregierungsorganisationen führte sie die Koordination verschiedener Projekte durch und organisiert Benefizveranstaltungen (u.a. für „Whip no child“).
Menschenrechte und Grundbedürfnisse bilden die Hauptthematik ihrer Arbeiten und ihre Projekte sind interkulturell und interdisziplinär. Sie engagiert sich sehr konsequent für Kunstprojekte mit sozialem Aspekt und hat zwei Projekte in der JVA Ossendorf realisiert „Bolero auf Zeit“ (2009) und „Ikaria“ (2009).
Über die darstellenden Künste hinaus ist Elissavet Hasse im Feld der bildenden Künste tätig als Kuratorin von Ausstellungen (u.a. „Zyklus“, Ausstellungshalle der Alten Feuerwache, 2007; „Subkulinaria“, Innenraum der Deutzer Brücke, 2008). Im Rahmen etlicher ihrer Performances produzierte und inszenierte sie Videokunst, u.a. den Film „Die Kinder aus Ossendorf“ (2009), und den Film „Bolero auf Zeit“ vorgeführt vor der Aufführung des gleichnamigen Bühnenwerks (2009) und die Videokunst „Ravioli“ (2008).
Die meisten Projekte von Elissavet entstehen in interdisziplinären Teams, die für jedes Projekt neu zusammengestellt werden. So fließen in die Projekte Methoden und Praktiken unterschiedlichster Disziplinen ein: Tanz, Schauspiel, Musik, Politologie, bildende Kunst, Geschichte, Philosophie und Videokunst. So entstehen – im Idealfall – komplexe Projekte mit unterschiedlichen Ebenen und Ausdrucksformen.
Elissavet Hasse ist Diversitätsbeauftragte bei KölnerKulturNetz e.V.
Bildergalerie
Mein Vater Jakob Uraufführung in Athen am 13. November 2025
Kurze Rede des deutschen Botschafters, Herrn Andreas Kindl, sowie der Schauspielerinnen Alexandra Skendrou und Athanasia Tsopanargia und Katerina Kambanelli nach der Aufführung von Mein Vater Jakob, Athen, November 2025.
Mein Nachbar Mo(hammed) Premiere am 12.10.23 in Köln
mit Lenah Flaig
MEINE OMA, PREMIERE AM 26.12.2022Ithaka, Premiere, 28.10.22, im Kunsthafen Rhenania Köln„Ich bin Safak“, Aufführung in Köln am 20.02.22Szene aus Hast du weisse Freunde?„Ich bin ein Gastarbeiterkind“ Performative Ausstellung, Köln 2020 copyright Costa Belibasakis„Ich bin ein Gastarbeiterkind“ Performative Ausstellung, Köln 2020 copyright Costa Belibasakis
„Ich bin ein Gastarbeiterkind“ Performative Ausstellung, Köln 2020 copyright Costa Belibasakis
HANS – MITTEN IM EINEN DAS VIELE
Idee, Regie, Produktionsleitung: Elissavet Hasse / Stück, Musik: Jürgen Himmelsbach / Schauspiel: Dannie Lennertz, Barbara Fernández und Klaus Prangenberg / Performance: Ines Langel, Ioanna Koutras, Euichae Jeong, Nas- tassja Pielartzik, Jens Girgsdies, Evangelos Thamnopoulos, Sofia Hasse / Kostüm: Hannah Kretke / Presse & ÖA: Caroline Skibinski
Orangerie Theater im VolksgartenIm Auswärtige Amt Berlin, bei der Präsentation der „Deine Geschichte“
Milos, mit einer Zeitzeugin 2017HANS – MITTEN IM EINEN DAS VIELE
Idee, Regie, Produktionsleitung: Elissavet Hasse / Stück, Musik: Jürgen Himmelsbach / Schauspiel: Dannie Lennertz, Barbara Fernández und Klaus Prangenberg / Performance: Ines Langel, Ioanna Koutras, Euichae Jeong, Nas- tassja Pielartzik, Jens Girgsdies, Evangelos Thamnopoulos, Sofia Hasse / Kostüm: Hannah Kretke / Presse & ÖA: Caroline Skibinski
Orangerie Theater im VolksgartenSzenenfoto der Aufführung „Transtempo“ in der Deutzer Brücke, KölnSzenenfoto der Aufführung „Transtempo“ in der Deutzer Brücke, Köln
Proben für Inkognito IIAgonia 2013 Köln, RhenaniaAgonia 2013 Köln, RhenaniaSzenenfoto der Performance „Transtempo“ in der Deutzer Brücke, Köln